L.O.F. Papiere

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L.O.F. Papiere

Beitragvon udieckman » Do 25. Jan 2018, 21:11

So ganz schlau werde ich aus den Antworten der Suchmaschine leider nicht....

Der Lütte, aktuell aufgrund der langen und dünnen Beine "Spargel" genannt, hat L.O.F. Papiere, was wohl dem französischen Zuchtbuch entspricht. L.O.F. ist wohl auch im FCI und damit auch VDH kompatibel. Oder?

Dann noch die Besonderheit, dass der Vater eingetragen worden ist mit dem Vermerk "Initial". Keine weiteren Ahnen väterlicherseits eingetragen. Ich habe es jetzt verstanden, dass eben auch Hunde ohne vorherige Papiere unter bestimmten Voraussetzungen eingetragen werden können. Richtig?

Sollte uns jetzt mal die Lust packen ihn auf einer Ausstellung zu präsentieren, wären das dann für z.B. CACIB Neumünster ausreichende Papiere? Wir finden ja, dass er nicht nur bildschön, sondern auch noch intelligent und hervorragend in der Suche ist :fusselgrins

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Re: L.O.F. Papiere

Beitragvon Kleine Sonne » Do 25. Jan 2018, 22:16

udieckman hat geschrieben:Dann noch die Besonderheit, dass der Vater eingetragen worden ist mit dem Vermerk "Initial". Keine weiteren Ahnen väterlicherseits eingetragen. Ich habe es jetzt verstanden, dass eben auch Hunde ohne vorherige Papiere unter bestimmten Voraussetzungen eingetragen werden können. Richtig?

Ich weiß nur, dass in D Hunde ohne Papiere/Abstammung eingetragen werden können, wenn sie phänotypisch ins Rassebild passen.

LG, Julia
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Re: L.O.F. Papiere

Beitragvon naijra » Do 25. Jan 2018, 22:32

Kann sein, dass der Vater ein Registerhund ist, mit nicht anerkannten Papieren. Ich würde einfach mal dem französischen Zuchtverband der Rasse schreiben, und um Erklärung der Eintragungen bitten. Hat die Ahnentafel das FCI-Logo? Registerhunde kann man ausstellen, sie kriegen nur keine Championtitel.

Splash hat auch französische Ahnen mit Leerstellen im Pedigree. Nicht weil die Ahnen unbekannt waren, sondern weil sie rassefremd waren - es ist weit zurück ein ESS aus Arbeitslinie eingekreuzt worden. Steht aber nirgendwo im Pedigree, dass muss man wissen. Der betreffende ESS steht einfach mit Namen, aber ohne Rasse oder Eltern drin. Das dauert dann einige Generationen, bis die Nachkommen wieder championatsfähige volle Papiere kriegen, auch wenn sie längst schön und typisch genug sind, um an Ausstellungen zu gewinnen.
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Re: L.O.F. Papiere

Beitragvon Arlena » Fr 26. Jan 2018, 07:31

udieckman hat geschrieben:Sollte uns jetzt mal die Lust packen ihn auf einer Ausstellung zu präsentieren, wären das dann für z.B. CACIB Neumünster ausreichende Papiere? Wir finden ja, dass er nicht nur bildschön, sondern auch noch intelligent und hervorragend in der Suche ist :fusselgrins

Mit den Papieren kann ich dir nicht weiterhelfen,aber was die Ausstellungen betrifft:da spielt weder die Intelligenz noch die Arbeitsqualität irgendeine Rolle ,nicht mal die Gesundheit -kannst mit schwerer HD,solange man sie nicht sieht,ausstellen und was gewinnen :daumenrunter .Was zählt,ist allein die Optik,die diesem Richter gefällt, und die Präsentation.
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Re: L.O.F. Papiere

Beitragvon Viva » Fr 26. Jan 2018, 11:48

udieckman hat geschrieben:Wir finden ja, dass er nicht nur bildschön, sondern auch noch intelligent und hervorragend in der Suche ist :fusselgrins


Nur dass das auf einer Ausstellung, die ja ein reiner Schönheitswettbewerb ist, niemanden interessiert. Aber das wisst ihr ja sicher :wink:

Bezüglich deiner linguistischen Frage kann ich mich gerne mal schlau machen. Habe nur momentan keine Zeit dafür, evtl. am Wochenende.
Grüße

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Re: L.O.F. Papiere

Beitragvon Viva » Fr 26. Jan 2018, 12:13

Mal so ganz kurz:

Bei Rassen mit geringer Population werden zur Zucht auch Hunde zugelassen, die selbst keine LOF-Papiere haben und "unbekannter Herkunft sind", aber dem Standard entsprechen und man davon ausgeht, dass sie als Zuchttiere der Rasse Nutzen bringen. Das scheint also bei Spargels Vater der Fall gewesen zu sein.

Insgesamt gelten in F andere Kriterien als in D, für einen Wurf Papiere zu bekommen:
- die Eltern müssen "bestätigt", d.h. registriert sein (s.o.)
- der Deckakt muss dokumentiert werden
- der Wurf muss bei der SCC (société centrale canine) eingetragen werden
- die Nachkommen müssen ab einem bestimmten Alter bei einer Ausstellung begutachtet und "bestätigt" werden.

(auf die schnelle von der frz. Wikipedia grob übersetzt)
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Re: L.O.F. Papiere

Beitragvon Gast » Di 13. Feb 2018, 02:04

Anbei ein Link direkt aus Frankreich. Sind ja noch mehr Romanistinnen hier, wenn ich mich nicht irre.
https://www.centrale-canine.fr/articles/le-lof
@ Ute Dieckmann: Bisschen lang, die Übersetzung für whatsapp, gibt aber auch andere Möglichkeiten! Grüß den Kater! :stumm:


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