Zucht

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Re: Zucht

Beitragvon WeimiSandra » Di 15. Aug 2017, 18:01

Nur mal kurz rein geworfen weil ich es gerade hinter mir habe, wir haben 850 Euro pro Welpe genommen, das ist unter umständen schon recht billig für einen Weimaraner Welpen aber ich will kein Geld mit meinen Welpen machen sondern gute Jagdhunde züchten die sich auch ein jagender Student o.ö. leisten kann.
Wir mussten ja alles anschaffen, hatten einen Kaiserschnitt, mehrere Nachuntersuchungen und daneben noch den normalen Alltagskram was die Aufzucht angeht. Wir sind trotzdem mit einem kleinen Plus raus gegangen!!!! Ich finde dieses über 1000 Euro und mehr nehmen total krass und sehe da nur Geldmacherei, meine Meinung! Und wären wir mit einem Minus raus gegangen dann würde ich beim nächsten mal auch nicht den Preis erhöhen, das ist halt das Risiko eines Hobbyzüchters, meine ich!

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Re: Zucht

Beitragvon Pinocchio » Di 15. Aug 2017, 18:36

Ich denke auch, dass man beim ersten Wurf evtl plus minus 0 rausgeht, je nach Aufwand, Welpenpreis und Wurfgröße und danach mit Gewinn.
Ich wollte mit meinem Post auch nicht sagen, dass ich diese hohen Preise gerechtfertigt finde, sondern nur, dass es eben mehr ist als einfach nur einen Wurf Welpen haben.

Dobby hat geschrieben:Ich finde in den letzten 10 Jahren sind die Preise für Welpen kontinuierlich hochgegangen.
.

Vor 13 Jahren hat ein Labrador in Deutschland um 800€ gekostet, der mittlere Welpenpreis liegt jetzt bei 1300€ (Quelle Homepage DRC).
Und mittel heisst ja drunter und drüber.
Ob sich nun wirklich alle anderen Kosten auch verdoppelt haben, wage ich zu bezweifeln.

Eine Französische Bulldogge gibts wohl nicht unter 2000€.

Liebe Grüße Sara
Leben ist das was passiert, während man eifrig dabei ist andere Pläne zu machen.
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Re: Zucht

Beitragvon naijra » Di 15. Aug 2017, 22:11

WeimiSandra hat geschrieben:Wir mussten ja alles anschaffen, hatten einen Kaiserschnitt, mehrere Nachuntersuchungen und daneben noch den normalen Alltagskram was die Aufzucht angeht. Wir sind trotzdem mit einem kleinen Plus raus gegangen!!!! Ich finde dieses über 1000 Euro und mehr nehmen total krass und sehe da nur Geldmacherei, meine Meinung! Und wären wir mit einem Minus raus gegangen dann würde ich beim nächsten mal auch nicht den Preis erhöhen, das ist halt das Risiko eines Hobbyzüchters, meine ich!

Und was habt ihr da alles in die Kosten reingetan? Wieviele Arbeitsstunden zu welchem Satz sind da beim Aufwand drin, bevor es das Plus gab?

Und klar gibt's bei einem gesunden Zehnerwurf ein Plus! Warum auch nicht, warum ist das so unmoralisch? Aber es gibt nicht nur Zehnerwürfe, manchmal sind nur wenige Welpen, oder die Hündin bleibt leer. Manche Rassen (zB Franz. Bulldoggen und viele andere Kleinhunde) haben üblicherweise nur kleine Würfe, oft nur 1 oder 2 Welpen. Oder, wie hier kürzlich bei einem der raren WSS-Würfe geschehen, es fallen 4 Welpen, nach einer Woche sind 3 davon tot. Da bleibt trotz "Abzockerpreisen" nur noch ein riesiges Loch in der Kasse, noch bevor man die eigene Arbeit dazurechnet. Ist Züchterpech, ja, aber solche Würfe muss man gegen die satten Zehner auch aufrechnen.

Nochmal, es muss ja niemand Preise bezahlen, die man nicht bezahlen will. Hunde gibt es auch deutlich billiger bis geschenkt. Was ich nicht verstehe, ist dass die Arbeit des Züchters nicht mal zum halben Putzfrauenlohn verrechnet werden darf, bevor man von Gewinn spricht. Wenn ihr ein schön und aufwändig geflochtenes Halsband bestellt, erwartet ihr da auch, dass ihr nur den Materialpreis bezahlen müsst?

Wenn ich eine Kaffeemaschine kaufe, hoffe ich, dass alle bei der Fertigung Beteiligten ihren Lohn erhalten haben. Genauso legitim finde ich es, dass der verantwortungsvolle Züchter meines Hundes für seine Mühen und Arbeit entschädigt wird. Erst danach spreche ich von Gewinn. Bei einem professionellen Züchter können die Lohnkostennatürlich wieder optimiert werden......
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Re: Zucht

Beitragvon WeimiSandra » Mi 16. Aug 2017, 16:22

Sorry Susanna aber so rechne ich nicht, ich rechne doch nicht jede Stunde und jeden Aufwand, ich rechne auch nicht die vielen gefahrenen Kilometer um den Hund Zuchttauglich zu bekommen oder das Schleppwild oder den Hundekurs. Ich für mich persönlich sehe das nicht als Job sondern als Hobby!!! Da rechne ich doch nicht so wie jemand der eine Dienstleistung anbietet und damit Geld verdient, würde ich so rechnen dann würde ich gewerblich züchten! Mag aber natürlich jeder so handhaben wie er will. Ich will die Hunde auch nicht verschenken aber ich finde einfach das was über 1000 Euro hinaus geht zu hoch und die Argumentation das ich ja auch mal Pech haben kann finde ich falsch, was ist denn wenn ich immer Glück habe, zahle ich dann was an die Käufer zurück?

Aber ist ja auch egal, es ging hier ja auch eher um was anderes :fusselgrins

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Re: Zucht

Beitragvon Rodin » Mi 16. Aug 2017, 20:22

Grad gesehen bei Puls 4, übernommene Sendung aus D ..... Pomeranien Spitz für eine Familie, von gültigen Papieren oder auch Gesundheitstests keine Rede, (wenn ich mich nicht täusche, sind die Farben der Welpen schon nicht standard gemäß) Hund selbst kostet Anzahlung 2.300,--, der Rest sind dann WAS? Papiere? Impfung, letzte Entwurmung? Wowwww. Das gleiche ist der Super-Liebling "Labbi" ....... Ehrlich, mir kommt grad, - vor allem bei den Kommentaren der "prominenten Dreinquarglern" immens das Kotzen, aber genau DAS ist auch das, was sich nur in der Frage des TE spiegelt, sondern das, was leider extrem USUS unter vielen unwissenden "KÄufern" ist. Ich hab hier mindestens 10 "Labbies" - 6 Schwarze, 2 Schoko, 1 Silber und ein Foxred. Jeder dieser Hunde hat weit über 1000,-- gekostet, keiner von denen ist das auch wirklich "wert" ... zumal bis auf einen keiner dieser Húnde auch einen echten, FCI gültigen Stammbaum hat.
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Re: Zucht

Beitragvon naijra » Mi 16. Aug 2017, 22:05

WeimiSandra hat geschrieben:Sorry Susanna aber so rechne ich nicht, ich rechne doch nicht jede Stunde und jeden Aufwand, ich rechne auch nicht die vielen gefahrenen Kilometer um den Hund Zuchttauglich zu bekommen oder das Schleppwild oder den Hundekurs. Ich für mich persönlich sehe das nicht als Job sondern als Hobby!!! Da rechne ich doch nicht so wie jemand der eine Dienstleistung anbietet und damit Geld verdient, würde ich so rechnen dann würde ich gewerblich züchten! Mag aber natürlich jeder so handhaben wie er will. Ich will die Hunde auch nicht verschenken aber ich finde einfach das was über 1000 Euro hinaus geht zu hoch und die Argumentation das ich ja auch mal Pech haben kann finde ich falsch, was ist denn wenn ich immer Glück habe, zahle ich dann was an die Käufer zurück?

Es ist dir ja auch völlig unbenommen, das als kostspieliges Hobby zu machen, aber dann kann man ME nicht von "Gewinn" reden, wenn man grad die "Materialkosten" (Decktaxe, Futter, TA, Wurfkiste etc) rausbekommt. Es ging mir ja gerade darum, darauf hinzuweisen, dass die vielen Hobbyzüchter, die mit Herzblut und Passion züchten, eben auch nicht ihre Kosten voll verrechnen, sondern vieles unter "Hobbykosten" von vornherein drauflegen. Es ist toll, wenn man sich das leisten kann und will, aber ich als Käufer kann und will nicht von Abzocke reden, wenn jemand die Arbeit wenigstens teilweise in die Rechnung einbringt!

Und ja, der Züchter erbringt eine Dienstleistung: er züchtet Hunde (hoffentlich nach bestem Gewissen und Vermögen) für Leute, die das nicht für sich selber können. Dass er die dabei anfallende arbeit im Frondienst macht und nicht verrechnet, und dass dass Käufer UND offenbar viele Züchter für selbstverständlich halten, finde ich schon bemerkenswert. Dass man einen Hungerlohntarif als Abzocke bezeichnet, noch mehr.

Und du weisst so gut wie ich, dass man nie nach "nur Glück" oder "nur Pech" haben rechnen kann. Oder weisst du von Züchtern die, wenn sie den halben Wurf verlieren, dann für die verbliebenen Welpen den Preis verdoppeln?

Ich nicht.
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Re: Zucht

Beitragvon naijra » Mi 16. Aug 2017, 22:12

Rodin hat geschrieben:Grad gesehen bei Puls 4, übernommene Sendung aus D ..... Pomeranien Spitz für eine Familie, von gültigen Papieren oder auch Gesundheitstests keine Rede, (wenn ich mich nicht täusche, sind die Farben der Welpen schon nicht standard gemäß) Hund selbst kostet Anzahlung 2.300,--, der Rest sind dann WAS? Papiere? Impfung, letzte Entwurmung? Wowwww. Das gleiche ist der Super-Liebling "Labbi" ....... Ehrlich, mir kommt grad, - vor allem bei den Kommentaren der "prominenten Dreinquarglern" immens das Kotzen, aber genau DAS ist auch das, was sich nur in der Frage des TE spiegelt, sondern das, was leider extrem USUS unter vielen unwissenden "KÄufern" ist. Ich hab hier mindestens 10 "Labbies" - 6 Schwarze, 2 Schoko, 1 Silber und ein Foxred. Jeder dieser Hunde hat weit über 1000,-- gekostet, keiner von denen ist das auch wirklich "wert" ... zumal bis auf einen keiner dieser Húnde auch einen echten, FCI gültigen Stammbaum hat.

NIEMAND bezweifelt, dass man Hunde gewinnbringend vermehren kann - sonst gäbe es keine professionellen Vermehrer. Aber DEREN Rechnung sieht anders aus - die verrechnen die Arbeit sehr wohl, sparen dafür anderswo.
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Re: Zucht

Beitragvon Carlos » Mi 16. Aug 2017, 22:14

Oh weh....diese Kontroversen waren in diesem Teil des Forums vermutlich absehbar, und werden nun von "Unbekannt" lamentiert.
Entscheidet man sich mal Teil dieses Forums zu werden und sich in "echt" anzumelden, lernt man einige hier kennen und versteht dann, was jene dazu treibt.....zur Zucht.
Ich mag es absolut nicht, wenn nur von "unbekannt" gestänkert wird. :fliege:
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Re: Zucht

Beitragvon hunter » Do 17. Aug 2017, 09:51

Es geht doch darum wie erkenne ich einen "guten Züchter".Wir verlieren uns hier zum Teil in nicht sachliche Aussagen, die einem Hundeliebhaber bei seiner Entscheidung welcher Hund und welcher Züchter nicht helfen.
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Re: Zucht

Beitragvon Rapunzel » Fr 18. Aug 2017, 16:01

hunter hat geschrieben:Es geht doch darum wie erkenne ich einen "guten Züchter".Wir verlieren uns hier zum Teil in nicht sachliche Aussagen, die einem Hundeliebhaber bei seiner Entscheidung welcher Hund und welcher Züchter nicht helfen.
Dagmar


Stimmt :wink:
Viele Grüße Rapunzel

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