Zucht

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Beitragvon Gast » So 13. Aug 2017, 12:32

Hallo zusammen,
auf welche Untersuchungen muss man achten, wenn man einen Welpen kauft.
Ellbogen, Hüfte, was noch?
Woran erkenne ich einen guten Züchter?
Danke für die Beantwortung meiner Fragen!
Gast
 

Re: Zucht

Beitragvon Arlena » So 13. Aug 2017, 12:40

Welche Rasse planst du denn ? Die Untersuchungen können je nach Rasse sehr unterschiedlich sein - guck am besten auf der Site des entsprechenden Vereins/Klubs unter Zuchtzulassung.
Einen guten Züchter erkennst du u.a.daran,daß er dir Löcher in den Bauch fragt -und womöglich dann sagt,von ihm bekommst du keinen Welpen :pfeifen: .Das ist natürlich nur ein Kriterium von vielen.
LG Anna
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Re: Zucht

Beitragvon breizh » So 13. Aug 2017, 13:04

Ideal ist es, wenn du die Mutter und andere Hunde aus der Zucht mal live "erleben" kannst, es ist besser, sich selbst ein Bild vom Wesen / Charakter zu machen, als sich auf Angaben / Beschreibungen des Züchters zu verlassen.
Auch die Aufzuchtbedingungen sollten passen (wo und wie sind die Hunde untergebracht, was lernen sie vor Abgabe kennen)

Wenn du weisst, dass die von dir gewählte Rasse eventuell gesundheitliche Schwachpunkte hat, kannst du gezielt fragen, ob die Elterntiere darauf untersucht wurden oder züchterisch bei der Wahl der Ahnen darauf geachtet wurde, diese so gut wie möglich auszuschliessen.
Ob dir bestimmte Dinge in puncto Ernährung oder Impfung wichtig sind, musst du selbst wissen.

Und wenn dann vor Ort dein Bauchgefühl nicht 100 % einverstanden ist, such noch ein bissel weiter.
Salut

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Re: Zucht

Beitragvon wurzel » So 13. Aug 2017, 20:29

Gast hat geschrieben:Woran erkenne ich einen guten Züchter?

Das allerwichtigste ist wirklich, daß die Mutter da ist, und auch wirklich die Mutter. Gesäuge vorhanden, Umgang mit den Welpen (um den Abgabezeitpunkt spielen sie ganz gern mit den Welpen, erziehen sie auch schon mal, wenn sie frech werden). Es gibt genug verhinderte Kofferraumverhökerer, die einem das Blaue vom Himmel erzählen, warum die Mutterhündin grade nicht da ist, wenn man die Welpen anschaut. Da kannst davon ausgehen, daß die echte Mutter in irgendeinem Loch im Ausland hockt.
Egal wie toll das Drumrum sonst so ist.
lg von wurzel, dem Krabbeltier, der Pflümelei und ihrer Durchlaucht prenses Yagmur :Heiligenschein1
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Re: Zucht

Beitragvon Rodin » Mo 14. Aug 2017, 10:52

breizh hat geschrieben:Ideal ist es, wenn du die Mutter und andere Hunde aus der Zucht mal live "erleben" kannst, es ist besser, sich selbst ein Bild vom Wesen / Charakter zu machen, als sich auf Angaben / Beschreibungen des Züchters zu verlassen.
Auch die Aufzuchtbedingungen sollten passen (wo und wie sind die Hunde untergebracht, was lernen sie vor Abgabe kennen)

Wenn du weisst, dass die von dir gewählte Rasse eventuell gesundheitliche Schwachpunkte hat, kannst du gezielt fragen, ob die Elterntiere darauf untersucht wurden oder züchterisch bei der Wahl der Ahnen darauf geachtet wurde, diese so gut wie möglich auszuschliessen.
Ob dir bestimmte Dinge in puncto Ernährung oder Impfung wichtig sind, musst du selbst wissen.

Und wenn dann vor Ort dein Bauchgefühl nicht 100 % einverstanden ist, such noch ein bissel weiter.


breizh hat geschrieben:Ideal ist es, wenn du die Mutter und andere Hunde aus der Zucht mal live "erleben" kannst, es ist besser, sich selbst ein Bild vom Wesen / Charakter zu machen, als sich auf Angaben / Beschreibungen des Züchters zu verlassen.
Auch die Aufzuchtbedingungen sollten passen (wo und wie sind die Hunde untergebracht, was lernen sie vor Abgabe kennen)

Wenn du weisst, dass die von dir gewählte Rasse eventuell gesundheitliche Schwachpunkte hat, kannst du gezielt fragen, ob die Elterntiere darauf untersucht wurden oder züchterisch bei der Wahl der Ahnen darauf geachtet wurde, diese so gut wie möglich auszuschliessen.
Ob dir bestimmte Dinge in puncto Ernährung oder Impfung wichtig sind, musst du selbst wissen.

Und wenn dann vor Ort dein Bauchgefühl nicht 100 % einverstanden ist, such noch ein bissel weiter.


Ein guter Züchter ist für mich einer, bei dem ich keinen überzogenen Preis für einen wesenskorrekten, gesunden, VOLLSTÄNDIGEN (keine fehlenden Zähne oder andere Bebissmißstände, beide Hoden im Falle des Kaufs eines Rüden ..., keine versteckten Erbkrankheiten/-defekte) Welpen + korrekten, gültigen Papieren zahlen muss, wobei mir auch mein "Menschen-Bauch-"Verstand" in mehreren Gesprächen mit dem "Züchter, zeigt, ob der wirklich auf das Wohl der Welpen, und nicht, wie leider sehr, sehr häufig, aufs Geld aus ist. Züchter, die über 1300,-- verlangen, sind in meinen Augen schon in Richtung Abzocke, Unehrlichkeit und Gier auf Kosten der Hunde unterwegs, da müßten die Welpen schon Gold in den Zähnen, oder Brillianten auf den Krallen haben. Züchter, die mir keine gültigen, guten Gesundheits-Atteste der Eltern, am Besten auch noch der Großeltern vorzeigen können oder wollen, sind für mich keine "guten, korrekten Züchter". Züchter, die sich gegen mehr als den einen Welpenabhol-Besuch oder gegen ehrliche Gesrpäche wehren, weil sie keine ehrlichen Antworten geben können, oder (auch das merkt man schnell) nur Ausreden, Ausflüchte vorbringen, sind für mich schon unten durch.

Allerdings hat auch der Käufer so einige "Pflichten" gegenüber dem Welpen und dem Züchter: Er muß sich schlau machen, Zeit nehmen dafür, wirklich möglichst viel zu lernen, alles zu erfahren, was wichtig ist für das zukünftige gemeinsame Leben, er muß vieles über genetische (potentiell für die gewählte(n) Rasse(n)) Event. vorkommende Probleme wissen, er darf sich nicht von irgendwelchen "selbst gedruckten" Ahnentafeln und Gesundheitsattesten blenden lassen, er MUSS dem ZÜchter Löcher in den Bauch fragen (dürfen und wollen), er darf sich nicht von Vortäuschungen, Ausreden und fragwürdigen Antworten oder Behauptungen blenden lassen. Ebenso muß aber auch er wirklich ehrlich dem ausgewählten ZÜchter sein.
Für mich nicht besonders akzeptabel ist, wenn der Züchter den Welpen für mich bestimmt, und ich dabei kein Mitsprache-Recht habe, welchen Welpen ich (nach einigen Besuchen) gerne kaufen möchte.
Rodin
 

Re: Zucht

Beitragvon Arlena » Mo 14. Aug 2017, 12:41

Rodin hat geschrieben: Züchter, die über 1300,-- verlangen, sind in meinen Augen schon in Richtung Abzocke, Unehrlichkeit und Gier auf Kosten der Hunde unterwegs

Für mich nicht besonders akzeptabel ist, wenn der Züchter den Welpen für mich bestimmt, und ich dabei kein Mitsprache-Recht habe, welchen Welpen ich (nach einigen Besuchen) gerne kaufen möchte.


Der Preis richtet sich u.A. auch nach der Seltenheit des Rasse im jeweiligen Land,weil damit verbundene Kosten für den Züchter,der Qualität liefern will,entsprechend hoch sind.Oder was meinst du,wievel es kostet,wenn man zum Deckakt sonstwohin fahren darf,mit Sprit,Übernachtungen etc. Auch wachsen die Preise im Laufe der Jahre aus diversen Gründen. Hier in DE ist 1.300 -1.500 für einen Welpen der nicht so oft vertretener Rasse normal und m.E.akzeptabel .
Ja, es ist nicht akzeptabel,wenn ausschließlich der Züchter den Welpen bestimmt,aber durchaus gerechtfertigt,wenn er einen bestimmten Welpen an ganz bestimmte Interessenten nicht verkauft.Genau aus diesem Grund kommt es immer wieder mal vor,daß manche Nesthocker noch mit 6-8 Monaten beim Züchter sind - es waren eben keine passenden Leute da.Ich habe damals Arlen auch erst mit 5 Monaten abgeholt: er (und noch ein paar Geschwister) wollte von den Interessenten absolut nichts wissen.
In anderen Punkten hast du recht.
LG Anna
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Re: Zucht

Beitragvon hunter » Mo 14. Aug 2017, 13:25

Zitat von Rodin
"Für mich nicht besonders akzeptabel ist, wenn der Züchter den Welpen für mich bestimmt, und ich dabei kein Mitsprache-Recht habe, welchen Welpen ich (nach einigen Besuchen) gerne kaufen möchte."
Vergiss bitte nicht das nicht jeder Welpe für jeden geeignet ist und der Züchter seine Hunde besser kennt als ein Besucher. Ich kann keinen sehr lebhaften Welpen an eine ruhige Familie geben, das wird nichts. Also muss ich immer beratend fungieren. Ein Käufer sollte auch mehrere Züchter aufsuchen und was für mich ein absolutes no go ist, wenn ein Züchter über seine Kollegen herzieht. Vielleicht dann mal beim entsprechenden Verband anfragen. Vielleicht mal mit einem Zuchtwart reden, wäre auch eine Möglichkeit.
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Re: Zucht

Beitragvon naijra » Mo 14. Aug 2017, 22:17

Rodin hat geschrieben:
Ein guter Züchter ist für mich einer, bei dem ich keinen überzogenen Preis für einen wesenskorrekten, gesunden, VOLLSTÄNDIGEN (keine fehlenden Zähne oder andere Bebissmißstände, beide Hoden im Falle des Kaufs eines Rüden ..., keine versteckten Erbkrankheiten/-defekte) Welpen + korrekten, gültigen Papieren zahlen muss, wobei mir auch mein "Menschen-Bauch-"Verstand" in mehreren Gesprächen mit dem "Züchter, zeigt, ob der wirklich auf das Wohl der Welpen, und nicht, wie leider sehr, sehr häufig, aufs Geld aus ist.

Dann gibt es nach deiner Definition also gar keine guten Züchter, denn NIEMAND kann garantieren, dass der Welpe keine versteckten Erbkrankheiten trägt. Und Gendefekte hat jeder Hund, auch wenn man meist nix davon bemerkt.
Rodin hat geschrieben:Züchter, die über 1300,-- verlangen, sind in meinen Augen schon in Richtung Abzocke, Unehrlichkeit und Gier auf Kosten der Hunde unterwegs, da müßten die Welpen schon Gold in den Zähnen, oder Brillianten auf den Krallen haben.

Dann soll dieser absolut perfekte Ausnahmewelpe auch noch möglichst wenig kosten - na klar. Bei der Preisgrenze wirst du bei vielen Rassen nur einen Hund aus Massezuchten bekommen, ob mit oder ohne FCI-Siegel. Oder einen aus Billigländern.

Und inwiefern geht es auf Kosten der Hunde, wenn der Züchter mehr verlangt für die Welpen aus seinen vielleicht alle 2 Jahre stattfindenden Würfen? Sind Menschen, die bereit sind, für einen gut gezogenen UND gut aufgezogenen Welpen etwas mehr zu bezahlen automatisch schlechte Hundehalter? Wieso leidet die Zuchthündin, wenn ihr Welpe 300 € mehr kostet?
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Re: Zucht

Beitragvon posavski » Mo 14. Aug 2017, 23:23

Der Preis ist natürlich auch eine Frage, worauf ich Wert lege: Will ich Schönheit, dann muss ich ein paar Euros mehr investieren. Das finde ich aber auch legitim. Dann habe ich einen schönen Hund, aber eine Garantie gibt es nicht!
Ist mir das nicht so wichtig, und ich suche einen triebigen Hund, dann kostet das auch etwas mehr, auch legitim, aber eine Garantie gibt es nicht!
Vielleicht sollte mal folgendes überlegt werden: Wir kaufen ein Paar Wanderschuhe für 200€(meine halten max 1 Jahr), wir kaufen ein Smartphone für 600€ (hält 3 Jahre), oder ein Auto für 30000, und beschweren uns über den Preis eines Lebewesens, das uns 9-13 jahre begleitet, uns seine Zuneigung gibt. Komisch, oder?
Aber zurück: Wenn der Züchter nett ist, ihm das Wohl seiner Hund am Herz liegt, dann stelt sich das ziemlich schnell heraus. Der Rest ist eine reine Charakterfrage: Geht es um die Rasse, den Charakter und den Eigenschaften, dann stehe ich dem Züchter kritisch gegenüber und er mir auch.
Wenn nicht kaufe ich einfach irgendwo, ist doch Wurst. Und wenn nicht rufe ich ein Tierheim oder eine Organisation an, die machen das schon.
Da sind die Bracken- Züchter hier auf dem Balkan ähnlich drauf wie die bei uns: Hunde gehen nur in kundige Hand, schöne und leistungsfähige Verpaarungen kosten mehr und sind teilweise schon vorab vergeben. Geht aber nur über persönlichen Kontakt.
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Re: Zucht

Beitragvon dragonwog » Di 15. Aug 2017, 09:30

naijra hat geschrieben:Dann soll dieser absolut perfekte Ausnahmewelpe auch noch möglichst wenig kosten - na klar. Bei der Preisgrenze wirst du bei vielen Rassen nur einen Hund aus Massezuchten bekommen, ob mit oder ohne FCI-Siegel. Oder einen aus Billigländern.


Wat, für 1300 bekommt man bei den meisten Rassen keinen FCI/VDH Welpen sondern nur einen aus Massenzucht??

Wundert mich immer wieder, wie wenig Arbeitslinien kosten...
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